Eine große Terrassenfläche über den Dächern von Wien, belegt mit Betonplatten. 2006 wurde die Fläche aufwändig unter Beachtung aller technischen Notwendigkeiten begrünt. Ersten Handskizzen folgten Entwürfe am Computer (Google-Earth-CAD). Die untere Ebene ist ein "Wohnzimmer im Freien", die obere Ebene sollte ein möglichst üppig wirkender Garten werden - auf nur 10cm Erde...
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Nach Abräumen der Betonsteine wurde das Gründach aufgebaut. Im unteren Bereich wurde aus optischen Gründen Klinker im Fischgrätmuster verlegt. Die obere Terrasse erhielt eine Schicht aus wurzelfester Folie, zu einer dichten Wanne verschweisst. Darauf kam eine Drainagematte als Wasserspeicher unter der eigentlichen Substratschicht. Sehr wichtig war zu beachten, dass das Gewicht der neu aufgebrachten Bepflanzung nicht höher ist als das der abgeräumten Steinplatten. Auch deshalb kam es zu den relativ großen Holzflächen, die wesentlich leichter sind als die ursprünglichen Steinplatten. Als "Erde" wurde Optigrün Leichtsubstrat verwendet. Die technische Ausführung besorgte die Firma Fricke aus Klosterneuburg.
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Der entworfene Grundriss wird nochmals mit Ziegelsteinen 1:1 ausgelegt, um letzte kleine Anpassungen vorzunehmen (oben). Nach Maß angefertigte Pflanzentröge aus Faserzement werden aufgestellt, um sie herum die Geh- und Liegeflächen aus Lärchenholz gebaut. Ein Teil des zu hohen, gefängnisartigen Geländers wird durch Glasplatten ersetzt - das schützt vor Wind und schafft Aussicht (unten)...
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April: Die ersten Pflanzen kommen (oben)! Der aussergewöhnlich warme Winter macht die Bepflanzung einen Monat früher als geplant möglich. Eine Bewässerungsanlage mit Gardena-Computern wird gleichmäßige Wasserversorgung garantieren.
Unter den Holzflächen werden rote Bleche angebracht, um die Erde vom Verlaufen abzuhalten. Dazu kommt die Beleuchtung mittels LED-Lichtpunkten - der Effekt ist verblüffend!
Anfang Mai wird es Zeit, sich einen endgültigen Bepflanzungsplan für die Flächen auszudenken. Meine Idee war, die rechtwinkeligen Holzflächen mit einer schräg liegenden, eher natürlichen Struktur der Bepflanzung zu kontrastieren. Die obere, "ordentlich geregelte" Ebene sollte der unteren, "natürlichen" gegenüberstehen.
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Unten: Der Zustand des fertig bepflanzten Gartens Mitte Mai 2007. Alles sieht noch sehr nüchtern und karg aus, aber die Grundidee ist zu erkennen - nun begann die natürliche Entwicklung. Einiges hat nicht ganz geklappt, anderes entwickelte sich besser als gedacht. Die Bilder auf dieser Seite zeigen, was sich in den dann folgenden Jahren getan hat!
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